Abgeschlossene Forschungsprojekte
(Siehe auch Downloadbereich und "Weitere Publikationen")

 

Projektname: "Freunde schaffen Erfolg" - Peer-Mentoring im Übergang Schule-Beruf
Auftraggeber: Caritasverband Stuttgart e.V.
Laufzeit: 2007-2009
Durchführung: Sibylle Walter, Eberhard Bolay, Eva-Maria Bub

Ziel des Projektes ist es, die SchülerInnen durch statusähnliche MentorInnen im Übergang Hauptschule-Beruf bzw. weiterführende Schule zu unterstützen und dadurch die Übergangsquote in das duale Ausbildungssystem zu verbessern bzw. die Übergänge in berufsvorbereitende Maßnahmen (BVJ, BEJ, BEB) deutlich zu reduzieren. Die Untersuchung belegt u.a., dass in der Statusähnlichkeit der MentorInnen die Besonderheit und spezifische Produktivität dieses Projektes begründet liegt. Im Unterschied zu gängigen Patenschaftsmodellen, in denen Jugendliche oft durch deutlich ältere ehrenamtliche MentorInnen unterstützt und begleitet werden, sind die Peers hier nur wenige Jahre älter als die SchülerInnen selbst, besuchten die gleiche Hauptschule, stammen aus dem gleichen Stadtteil und haben meist auch einen Migrationshintergrund. Strukturelle Voraussetzung für die Produktivität dieses Projekts, so ein weiteres Ergebnis , ist die langjährige sozialräumliche Präsenz der Mobilen Jugendarbeit und die darüber entwickelte soziale Infrastruktur, deren Teil auch die beteiligten Schulen sind.

 

Projektname: Schule und Jugendhilfe in Bodelshausen - Auf dem Weg zu einer integrierten Erziehungs- und Bildungspartnerschaft
Auftraggeber: Gemeinde Bodelshausen und der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS)
Laufzeit: 2006-2008
Durchführung: Mirjana Zipperle, Katharina Mangold, Eberhard Bolay, Felicitas Boron

Im Zentrum der Untersuchung stehen drei Teilprojekte: Integrierte Förderplanung, innovative Tagesbetreuung für GrundschülerInnen, Neukonzeption eines Jugendhauses, durch deren Verzahnung in Bodelshausen eine ‚integrierte Erziehungs- und Bildungspartnerschaft’ zwischen Schule und Jugendhilfe realisiert werden soll. Das spezielle Interesse zielt darauf, den Prozess der Verschränkung von schulischen und außerschulischen Lernprozessen zu beobachten und hinsichtlich der Auswirkungen sowohl auf das professionelle Selbstverständnis der beteiligten Fachkräfte aus Jugendhilfe und Schule, als auch auf die Ermöglichung neuer Lernerfahrungen für SchülerInnen hin auszuwerten.

 

Projektname: Beruflichen Integration von bildungsfernen Jugendlichen
Auftraggeber: Stadt Reutlingen
Laufzeit: 2007-2008
Durchführung: Katharina Mangold, Nina Jann, Anna Stisser, Andrea Batzel, Eberhard Bolay

In diesem Praxisentwicklungsprojekt (EU-Förderkontext XENOS) geht es um den Auf- und Ausbau von formalisierten und nichtformalisierten Beratungs-, Begleitungs- und Unterstützungsstrukturen in einem sozial belasteten Stadtteil, um die Handlungsspielräume und Kompetenzentwicklungsmöglichkeiten der Jugendlichen im Übergang in die nachschulische Berufsbildung bzw. Erwerbseinmündung zu fördern. Im Vordergrund der wissenschaftlichen Begleitung stehen zwei Schwerpunkte: (1) Insbesondere unter den Aspekten Geschlecht und Migration soll die Mehrdeutigkeit und Ambivalenz heutiger Übergangsphasen mit ihren ungleichen Bildungschancen und sozialen Risiken und ihrer Vielfalt an möglichen Orientierungen und Lebensstilen in ihrem kontextbezogenen Niederschlag betrachtet werden. (2) Gelingt es in der Praxisentwicklung, stigmatisierende und personalisierende Zuschreibungen zu verflüssigen und die negative Re-Territorialisierung sozialer Probleme zu verhindern? (3) Welche Rolle spielt die Offenen Jugendarbeit im Kontext des Übergangssystems?

 

Projektname: Forschungswerkstatt und Praxisberatung "Fit fürs Leben"
Auftraggeber: Caritasverband Stuttgart e.V.
Laufzeit: 2006-2008
Durchführung: Eberhard Bolay

Dr. Eberhard Bolay hat im Auftrag des Caritasverbandes Stuttgart die wissenschaftliche Begleitung und Praxisberatung der Modellentwicklung „Fit fürs Leben“ an einer Hauptschule in Stuttgart übernommen. Ziel des Projektes ist die Ausdifferenzierung des Schulprofils im Hinblick auf soziales und biographisches Lernen. In einer Art Forschungswerkstatt lernen schulische Projektverantwortliche aus der Nutzerperspektive, d.h. anhand der Interpretation von Schülerinterviews ihre Projektarbeit zu bewerten.

 

Projektname: Sozialkompetente Schule
Auftraggeber: Landeshauptstadt Stuttgart
Laufzeit: 2006-2007
Durchführung: Carola Flad

In der wissenschaftlichen Begleitung wurde der Entwicklungsprozess von sechs Stuttgarter Schulen hin zur 'Sozialkompetenten Schule' untersucht. Die „sozialkompetente Schule“ wurde als ein Schwerpunkt im Rahmen des Projektmittelfonds „Zukunft der Jugend“ für das Jahr 2005 bestimmt und fördert die ausgewählten Schulen bis zu drei Jahre. Im Horizont dieser Förderschwerpunkts stehen sowohl eine Vertiefung der Kooperation von sozialräumlich agierenden Jugendhilfeträgern und den jeweiligen Schulen wie auch folgendes inhaltliches Ziel: Schule soll sich sozial kompetent zeigen sowie systematisch Lernräume zur Aneignung sozialer Kompetenz bei Mädchen und Jungen entwickeln. Fachlich besonders interessant und anspruchsvoll ist dieser Fördergedanke deswegen, weil die Förderung sozialer Kompetenz bewusst sowohl als Ziel der Schule (als Organisation) wie auch als biografieorientiertes, curricular zu entwerfendes Lernziel für SchülerInnen formuliert wurde.

 

Projektname: Kooperation von Ganztagsschulen und Jugendhilfeangeboten in Baden-Württemberg
Auftraggeber: Deutsches Jugendinstitut (DJI)
Laufzeit: 2005-2006
Durchführung: Carola Flad, Eberhard Bolay

Die Expertise im Auftrag des Deutschen Jugendinstituts untersucht Praxisentwicklungen in der Kooperation von Ganztagsschulen und Jugendhilfeangeboten. An fünf Standorten in Baden-Württemberg wurden unterschiedliche Kooperationspartnerschaften, Voraussetzungen und Modelle beschrieben, verglichen und systematisiert. Von Interesse war insbesondere die genaue Analyse der Bedingungsgefüge, innerhalb deren sich Kooperationsentwicklungen ausbilden (Zusammenspiel verschiedener Institutionen und Planungsstellen eines Sozialraums). So konnten Unterschiede im Hinblick auf Formen des Kooperationsmanagements, im Hinblick auf die konzeptionelle Unterfütterung des Zusammenwirkens sowie im Hinblick auf unterschiedlich perspektivierte Erwartungen und Auswirkungen der Kooperation bilanziert werden.

 

Projektname: Jugendsozialarbeit an Hauptschulen und im Berufsvorbereitungsjahr in Baden-Württemberg
Auftraggeber: Sozialministeriums Baden-Württemberg
Laufzeit: 2001-2004
Durchführung: Eberhard Bolay, Carola Flad, Heiner Gutbrod unter Mitarbeit von Sarina Ahmend und Heinz Handloser

Der Ausbau von Schulsozialarbeit an Hauptschulen in sozialen Brennpunkten und im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) an den Beruflichen Schulen wurde durch die dreijährige Untersuchung in seiner fachlichen Entwicklung auf eine empirisch gesicherte Basis gestellt. Mit dem Forschungsbericht liegt für die westdeutschen Bundesländer die erste umfangreiche wissenschaftliche Untersuchung zur Schulsozialarbeit vor.

 

Projektname: Schulsozialarbeit im Berufsvorbereitungsjahr
Laufzeit: 2003-2004
Durchführung: Sarina Ahmend, Heinz Handloser

Diese Qualifikationsarbeit verfolgt das Ziel, einen Zugang zu einem bislang theoretisch eher unsystematisch und empirisch überhaupt nicht bearbeiteten Bereich der Kooperation von Jugendhilfe und Schule zu leisten. Gegenstand ist die Untersuchung der Struktur des Handlungsfeldes aus der Sicht einer modernen adressatInnenorientierten Jugendhilfe.

 

Projektname: Sozialraumverankerte Schulsozialarbeit - eine empirische Studie zur Kooperation zur Jugendhilfe und Schule
Auftraggeber: Landeshauptstadt Stuttgart, Landeswohlfahrtsverband Württemberg-Hohenzollern
Laufzeit: 1999-2002
Durchführung: Eberhard Bolay, Carola Flad, Heiner Gutbrod und Angelika Iser

Gegenstand der wissenschaftlichen Begleitung ist der kommunale Umbauprozess zur flächendeckenden Unterstützung von Hauptschulen durch Schulsozialarbeit in Stuttgart. Im Mittelpunkt stehen drei Untersuchungsperspektiven: erstens die Rekonstruktion der Bedingungen, die diese Form der Schulsozialarbeit mit ihrer sozialräumlichen Verortung begünstigen, zweitens die Bearbeitung der Fragestellung, ob und wie Schulen in ein sozialräumliches Ressourcennetz zur Unterstützung der Heranwachsenden eingebunden werden können und wie – drittens – eine regionale Rahmenkonstellation diesen Prozess der Verzahnung von sozialräumlicher Jugendhilfe und Schule auf der Ebene der Planung, Steuerung und Diskursentwicklung voranbringen kann.

 

Projektname: Unterstützen - Vernetzen - Gestalten
Auftraggeber: Landeswohlfahrtsverband Württemberg-Hohenzollern
Laufzeit: 1997-1998
Durchführung: Eberhard Bolay, Heiner Gutbrod, Angelika Iser, u.a.

Die Fallstudie rekonstruiert zentrale Wirkungsbereiche von Schulsozialarbeit ausgehend von der strukturtheoretischen Kategorien „Lebenslage SchülerIn-Sein“, fragt also danach, welche außerschulischen lebensweltlichen Bedürfnisse und Problemstellungen Mädchen und Jungen in die Schule bringen, welche Kompetenzen ihnen die Bewältigung der weitgehend funktional bestimmten SchülerInnenrolle abverlangt und wie Schulsozialarbeit hier einerseits strukturbildend in Prozessen der Entwicklung von Schule und andererseits sozialisatorisch unterstützend wirken kann.