Die Bewertung des Geständnisses in der Strafzumessung und in der Beweisaufnahme als Sonderproblem der Urteilsabsprache

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Zitierfähiger Link (URI): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-31593
http://hdl.handle.net/10900/43729
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2007
Sprache: Deutsch
Fakultät: 3 Juristische Fakultät
Fachbereich: Sonstige
Gutachter: Kerner, Hans-Jürgen
Tag der mündl. Prüfung: 2007-12-14
DDC-Klassifikation: 340 - Recht
Schlagworte: Strafzumessung , Urteil , Geständnis
Freie Schlagwörter: Absprache , Geständnis , Strafzumessung , Beweisaufnahme , Beschuldigter
plea bargaining , confession , fixing of penalty , sentencing , hearing of evidence , accused
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Diese Arbeit konzentriert sich auf das abgesprochene Geständnis, das in der Regel im Gegenzug eine Strafmilderung gewährt. Ansonsten würde wohl kaum ein Angeklagter jemals ein Geständnis ablegen. Das bedeutet, dass Geständnis und Strafrabatt im Rahmen der Absprachepraxis eindeutig zur "Handelsware" geworden sind, gleichgültig, ob man es wahrhaben will oder nicht. Demnach können die prozessrechtlichen Fragen der Absprachepraxis nicht isoliert von jenen materiell-rechtlichen betrachtet werden. Daher hängt die grundlegende Frage, ob und inwieweit die Praxis der Absprache den wesentlichen Grundsätzen des auf materielle Wahrheitsfindung und schuldangemessene Strafe abzielenden (bisherigen) deutschen Strafverfahrens widerspricht, in großem Maße davon ab, welche Rolle ein Geständnis in der Strafzumessung und in der Beweisaufnahme sowohl im "normalen" Strafverfahren als auch bei der Urteilsabsprache spielt. Diese Fragen sind daher Gegenstand der vorliegenden Arbeit.

Abstract:

This study focuses on confessions obtained through plea bargaining which, in general, guarantee more lenient sentencing in return. Otherwise, hardly any defendant would ever make a confession. This means that confession and penal abatement have clearly become a "commodity" ("an article of trade") in plea bargain practice, regardless of whether or not one wants to notice it or not. Thus, questions of procedural law related to the practice of plea bargaining cannot be considered in isolation from those of substantive law. Therefore, the fundamental question of whether or not and to what extent the practice of plea bargaining contradicts the basic tenets of existing German criminal procedure aimed at material establishment and adequate punitive sentencing depends, to a large extent, on what role confession plays in sentencing and in the hearing of evidence, both in "normal" criminal proceedings as well as in plea bargaining. These questions are, therefore, the subject of the work at hand.

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