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<title>Forschungsgruppe Jugendhilfe und Schule, Institut für Erziehungswissenschaft</title>
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<dc:date>2026-07-22T23:32:10Z</dc:date>
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<title>Partizipation als fachlicher Anspruch in der Ganztagsschule : Eine empirische Untersuchung zum Partizipationsverständnis einerLehrerin und einer Sozialpädagogin an einer Ganztagsgrundschule</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/47702</link>
<description>Partizipation als fachlicher Anspruch in der Ganztagsschule : Eine empirische Untersuchung zum Partizipationsverständnis einerLehrerin und einer Sozialpädagogin an einer Ganztagsgrundschule
Boron, Felicitas
Projektbeschreibung:

Diese Qualifizierungsarbeit entstand im Rahmen eines Evaluationsprojekts der Universität Tübingen, welches die Kooperation zwischen Jugendhilfe und einer Ganztagsgrundschule in einer süddeutschen Gemeinde betrachtete.

Der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit ist die Partizipation von Kindern in der Ganztagsgrundschule. Diese wird einerseits deswegen als unbedingt notwendig betrachtet, da sie den SchülerInnen ermöglicht, ihre Lebenswelt, in der Schule einen immer größeren Stellenwert einnimmt, mitzugestalten. Andererseits wird Partizipation auch als Medium verstanden, das aneignungstheoretisch erschließbare Bildungsprozess ermöglicht und somit maßgeblich zur Umsetzung eines erweiterten Bildungsverständnisses, wie es beispielsweise im 12. Kinder- und Jugendbericht gefordert wird, beiträgt.

Um den Beitrag sowohl der schulischen als auch der sozialpädagogischen Fachkräfte zur Umsetzung der Beteiligung von SchülerInnen zu erfassen, werden in der Arbeit zwei mit jeweils einer Lehrerin und einer Sozialpädagogin geführte Interviews einer tiefgehenden Interpretati-on unterzogen. Dabei soll erfasst werden, was die jeweiligen Fachkräfte unter Partizipation verstehen und wie sie diese in den von ihnen durchgeführten Nachmittagsangeboten gestalten.

Datengrundlage:
Grundlage sind die mit den Fachkräften geführten Experteninterviews. Zur Fundierung der Interpretation und zur Untermauerung von Thesen werden zudem ein im Rahmen des Evaluationsprojekts erhobenes Interview mit der sozialpädagogischen Fachkraft und einer weiteren Lehrerin sowie verschiedene Beobachtungen und Hintergrundinformationen, die im Verlauf des Projektes erhoben werden konnten, hinzugezogen. 

Inhaltszusammenfassung:
Zunächst wird ein theoretischer Rahmen für die empirische Untersuchung erarbeitet. Dazu wird zunächst ein Überblick über Begründungslinien sowie Definitionen, Organisationsformen und Konzeptionen von Ganztagsschule gegeben. Daran anschließend wird erläutert, was unter einer gelungenen Partizipation von Kindern zu verstehen ist. Um den Blick für eine kritische Betrachtung der Umsetzung von Partizipation in der Praxis zu schärfen, wird dabei mit Bezug auf eine Studie von Pluto (2007) darauf eingegangen, welche Sichtweisen Fachkräfte der Jugendhilfe bezüglich der Beteiligung von Kindern in ihren Angeboten einnehmen und was dies für die Umsetzung von Partizipation bedeuten kann. Daran anschließend wird der Blick auf die momentane Umsetzung von Partizipation in der (Ganztags-)schule geworfen. Den Abschluss dieses Teils bildet die Herleitung einer aneignungstheoretischen Begründung von Partizipation in der Ganztagsschule. Dabei soll die Bedeutung von Aneignung für die Handlungsfähigkeit und Selbstverwirklichung des Menschen und damit auch für eine Umsetzung des aneignungstheoretischen Bildungsverständnisses in der (Ganztags-)Schule vermittelt werden. Weiter wird dabei die These vertreten, dass Aneignungsprozesse in der Schule vor allem über eine verstärkte Förderung von Partizipation gelingen können.
Dann folgen die Darstellung der Interpretationsergebnisse sowie ein zusammenfassender Vergleich der Interviews. Es soll deutlich werden, welche Faktoren eine gelungene Umsetzung von Partizipation beeinflussen. Dabei wird untersucht, ob der professionelle Hintergrund der Fachkräfte einen Einfluss auf die Haltung in Bezug auf Partizipation und hinsichtlich ihrer Umsetzung ausübt. Des Weiteren ergibt sich durch die Ergebnisse der Interviewanalysen die Notwendigkeit, den Rahmenbedingungen, unter denen Partizipation umgesetzt wird, besondere Aufmerksamkeit zu widmen, da sie einen entscheidenden Einfluss auf das Gelingen des Beteiligungsprozesses zu haben scheinen. Damit kann die Untersuchung auch verdeutlichen, wie wichtig die Kooperation aller an Ganztagsschule beteiligter Akteure für die Umsetzung von Partizipation ist.
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<dc:date>2009-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<title>"Der Anfang ist geschafft…" : Ein Projekt zur integrierten Erziehungs- und Bildungspartnerschaftvon Jugendhilfe und Ganztagsschule</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/47707</link>
<description>"Der Anfang ist geschafft…" : Ein Projekt zur integrierten Erziehungs- und Bildungspartnerschaftvon Jugendhilfe und Ganztagsschule
Zipperle, Mirjana; Bolay, Eberhard; Mangold, Katharina; Boron, Felicitas
Projektbeschreibung:

Wissenschaftliche Evaluation des Modellprojekts "Schule und Jugendhilfe in Bodelshausen - Auf dem Weg zu einer integrierten Erziehungs- und Bildungspartnerschaft". Im Zentrum stehen drei Teilprojekte, die in der Kooperation von Jugendhilfe und Schule realisiert werden sollen: Integrierte Förderplanung, innovative Tagesbetreuung für GrundschülerInnen, Neukonzeption eines Jugendhauses. Das spezielle Interesse zielt darauf, die Neukonzeption von partnerschaftlich entwickelten Angeboten bzw. Instrumenten und den darin angelegten Prozess der Verschränkung von schulischen und außerschulischen Lernprozessen zu beobachten. Die daraus entstehenden Folgen für die bestehende Angebotsstruktur, das professionelle Selbstverständnis der beteiligten Fachkräfte aus Jugendhilfe und Schule, als auch die Ermöglichung neuer Lernerfahrungen für SchülerInnen werden im Rahmen der Fallstudie analysiert.

Datenerhebung:
Inhaltsanalytische Auswertung von Projektpapieren und Dokumenten aus der Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule; Auswertung von zentralen Planungsgesprächen und pädagogischen Tagen; Einzel- und Gruppeninterviews mit beteiligten Akteuren; Fachgespräche zum Austausch zwischen PraktikerInnen und Evaluationsteam zur kommunikativen Validierung von Zwischenergebnissen und des Endberichts.

Zentrale Ergebnisse:
Trotz gemeinsamer konzeptioneller Überlegungen zeigt sich, dass verschiedene Deutungen der Kooperationsziele erkennbar werden, die zu Konflikten führen können: Die schulischen Akteure definieren weiterhin die Schulperspektive als zentralen Bezugspunkt, die Jugendhilfe orientiert sich am Programmlabel einer Lokale Bildungslandschaft. 
Im Hinblick auf die integrierte Förderplanung und Förderung zeigt sich, dass eine Kooperation mit gleichzeitigem Differenzerhalt nur dann gelingen kann, wenn beide Akteure sich inhaltlich fokussieren und als gemeinsames Ziel das Wohl des Kindes im Blick haben. Bei der Realisierung einer innovative Tagesbetreuung zeigt sich, wie schwierig es ist, das sozialpädagogische Qualitätsprofil des Horts als Standard in der Ganztagsbetreuung aufrecht zu erhalten. Die konzeptionelle Idee der Einbindung des Jugendhauses als Teil einer Bildungsinfrastruktur wird erkennbar, dass es nicht auf Schülerinnen und Schüler fokussieren darf, sondern auf Jugendliche in ihren außerschulischen Lebenswelten ausgerichtet sein muss und von dort her gezielt und programmatisch spezifisch mit Schule kooperieren kann. 

Drei zentrale Herausforderungen einer Kooperation von Ganztagsschule und Jugendhilfe lassen sich analytisch ausdifferenzieren: (1) Die Relevanz nicht programmatisch planbarer Einflüsse (‚Tücken des Alltags’) wie Kündigungen und krankheitsbedingte Ausfälle. (2) Als Voraussetzung der Transformation und Kooperation eine fundierte, je professionsintern zu leistende Vorbereitung (‚innere Organisationsentwicklung’) sowie die kluge Nutzung bereits vorliegende verallgemeinerte Erkenntnisse aus der Fachdiskussion aufzugreifen, d.h. vorhandenes Wissen aus anderen Kooperationsprojekten aufzugreifen und für die eigenen Vorhaben nutzbar zu machen. (3) Die Rolle der Gemeinde als Schul- und Jugendhilfe erfordert eine Neustrukturierung des kommunalen Steuerungsgefüges.
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<dc:date>2008-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Biographieorientierte Alltagsbegleitung für junge Menschen im Übergang Schule-Beruf</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/47706</link>
<description>Biographieorientierte Alltagsbegleitung für junge Menschen im Übergang Schule-Beruf
Mangold, Katharina; Jann, Nina; Stisser, Anna; Batzel, Andrea; Bolay, Eberhard
Aufgabe war die Wissenschaftliche Begleitung eines Projekts zur "Schaffung von nachhaltigen Strukturen zur beruflichen Integration von bildungsfernen Jugendlichen in einem Reutlinger Stadtteil (EU-Förderkontext XENOS/Folgeprojekt im Kontext ‚Soziale Stadt’)." In diesem Praxisentwicklungsprojekt ging es um den Auf- und Ausbau von formalisierten und nichtformalisierten Beratungs-, Begleitungs- und Unterstützungsstrukturen in einem sozial benachteiligten und benachteiligenden Stadtteil, um die Handlungsspielräume und Kompetenzentwicklungsmöglichkeiten der Jugendlichen im Übergang in die nachschulische Berufsbildung bzw. Erwerbseinmündung zu befördern.

Im Vordergrund der wissenschaftlichen Begleitung stehen zwei Schwerpunkte: (1) Insbesondere unter den Aspekten Geschlecht und Migration soll die Mehrdeutigkeit und Ambivalenz heutiger Übergangsphasen mit ihren ungleichen Bildungschancen und sozialen Risiken und ihrer Vielfalt an möglichen Orientierungen und Lebensstilen in ihrem kontextbezogenen Niederschlag betrachtet werden. (2) Weiter sollte untersucht werden, ob es gelingt, in der Praxisentwicklung stigmatisierende und personalisierende Zuschreibungen zu verflüssigen und die negative Re-Territorialisierung sozialer Probleme zu verhindern.

Gezeigt werden konnte u.a.: (1) Dass  es – entgegen der Annahme der professionellen Akteure vor Ort – vielfältige Unterstützungsleistungen von Eltern für ihre Kinder gibt, die typisierbar sind als indirekte Unterstützungsleistung, als direkte Unterstützungsleistung oder als komplementäre Hilfe. (2) Dass die offene Jugendarbeit nicht für formale Schritte wie Bewerbungstraining, Praktikumssuche und Arbeitsvermittlung funktionalisiert werden darf, sondern ihre Funktion im Gefüge der biographischen Übergangsbegleitung primär in ihrem partizipativen Ansatz liegt, der es den Jugendlichen ermöglicht, Angebote mitzugestalten und eigene entwicklungsrelevante Themen einzubringen. Offene Jugendarbeit bietet dadurch ein Setting für alltagsnahe Bildungsprozesse. (3) Dass der biographische Bruch, der nach Ende der Hauptschule für die Jugendlichen zunächst entsteht, durch ein sozialräumlich abgestimmtes Handlungskonzept verringert werden kann.
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<dc:date>2008-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://hdl.handle.net/10900/47700">
<title>Kommunale Schulentwicklung am Beispiel des Förderprogramms 'Sozialkompetente Schule'</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/47700</link>
<description>Kommunale Schulentwicklung am Beispiel des Förderprogramms 'Sozialkompetente Schule'
Flad, Carola
Der vorliegende Bericht fasst die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung von sechs Stuttgarter Schulen auf dem Weg zu einer ‚Sozialkompetenten Schule’ zusammen. Die Modellvorhaben wurden für drei Jahre von 2004 bis 2007 aus Mitteln der Stuttgarter Stiftung ‚Zukunft der Jugend’ gefördert. Auf der Basis eines jeweils gemeinsam mit einem Jugendhilfepartner erarbeiteten Konzepts sollten die Schulen in dieser Zeit wesentliche Arbeitsgrundlagen entwickeln, um Soziale Kompetenzen zu einem zentralen Thema der Schule und zu einer verbindlichen schulpädagogischen Aufgabe zu machen. 
Hintergrund dafür ist die Erfahrung, dass über Einzelmaßnahmen (z.B. zur Schülerstreitschlichtung oder zur Gewaltprävention) kaum strukturellen Veränderungen im Schulleben befördert werden. Mit diesem Förderprogramm, das ein Gesamtkonzept verlangt, soll „Schule als System, das sich selbst qualifiziert“ angesprochen und unterstützt werden. Dadurch soll gerade vermieden werden, dass Schule eine Abspaltung solch kritischer Themen wie Konflikte und Gewalthandeln vornimmt, indem sie diese in die Zuständigkeit externer Experten aus der Jugendhilfe qua Kooperationsprojekt entlässt. Die Untersuchung basiert auf sechs qualitativen Einzelfallanalysen. Darüber hinaus wurden ausgewählte themenbezogene Zusammenhänge fallübergreifend untersucht. Auftraggeber der wissenschaftlichen Begleitung ist das Jugendamt der Landeshauptstadt Stuttgart.
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<dc:date>2007-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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