Inhaltszusammenfassung:
Die Förderung der digitalen Souveränität ist in den Strategie- und Planungsprozessen von
Universitäten und Hochschulen zu berücksichtigen und zu verankern. Die Umsetzung erforderlicher
Maßnahmen zur digitalen Souveränität benötigt entsprechende Ressourcen, die von kompetentem
Personal bis hin zu einer ausreichenden Budgetierung reichen. Insofern ist die Verbesserung der
Rahmenbedingungen für Personalgewinnung, Personalentwicklung und Qualifikation im IT-Bereich
erfolgskritisch, um den steigenden Anforderungen in einer schon komplexen System- und Dienste-
Landschaft in der Universitäts- und Hochschul-IT zu begegnen.
Hierbei können auch hochschul(typ)übergreifende Kooperationen unterstützen, um gezielt knappe
Ressourcen im IT-Bereich zu bündeln und Skaleneffekte zu erzielen. Ein entsprechender Schritt könnte
der Aufbau eines hochschul(typ)übergreifenden Enterprise Architecture Managements (EAMs) in
Verbindung mit einem Konzept zur Messung digitaler Souveränität sein, um eine Übersicht der
kritischen IT-Systeme mit Bezug zu den zugehörigen Geschäftsprozessen oder Geschäftsfähigkeiten zu
erhalten. Durch die entstehende Transparenz können Systeme mit einem hohen Maß an Abhängigkeit
aufgedeckt und frühzeitig gemeinsam Maßnahmen zur Verbesserung der digitalen Souveränität
eingeleitet werden (z. B. Dual-Sourcing-Strategie oder gemeinschaftliche Anwendungsentwicklungen),
bevor negative Konsequenzen wie Lock-in-Effekte mit übermäßigen Kostensteigerungen eintreten. Die
Universitäten und Hochschulen werden dadurch zu einem proaktiven und strategischen Management
der digitalen Souveränität befähigt.