Der Kampf um den Limes der Gesellschaft : eine Kritik der Kontrolltheorie und des Desintegrationsansatzes

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/179761
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1797614
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1999
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Jugendgewalt ist ein periodisch wiederkehrendes Thema in der Öffentlichkeit. Umfassende Erklärungsansätze spielen dabei eine wesentliche Rolle. An den populären Ansätzen von Heitmeyer und von Gottfredson/Hirschi wird gezeigt, daß diese im Wesentlichen, ganz in der Tradition von Hobbes, die Ausgrenzung der Barbaren vorantreiben. Nicht in Erkenntnissen über Gewalttäter liegt ihr Nutzen, sondern in der Bestimmung des Limes zwischen Barbarei und Gesellschaft. Anhand dieser Grenze wird um den als allgemeingültig erklärten Maßstab der Gesellschaft gestritten. Die „Hallesche Biographiestudie zur Jugendgewalt" untersucht die Personenim Gegensatz zu den genannten Autoren nicht als defizitäre Andere, sondern versucht, den gesamten Biographien gerecht zu werden. Gerade so zeigt sich, daß die Verarbeitung der erwähnten Ausgrenzungsprozesse einen wichtigen Stellenwert in den Biographien einnimmt.

Abstract:

Youth crime is a periodically discussed subject in public. Extensive models of explanation are of great importance for this discussion. In this paper the popular approaches by Heitmeyer and Gottfredson/Hirschi will be used to show that these models basically support the exclusion of the "barbarians". In so far, these models follow the tradition of Hobbes. They are of no use to widen our knowledge about violent offenders, but for a definition of the border between barbarity and society. That barder functions as the acknowledged definition of society, which is discussed on that basic assumption. In contrary to the authors mentioned the "Halle study of biographies regarding youth crime" considers the entire biography of the examined persons, instead of seeing them as people showing a deficit. Such a research-approach is abel to show that the way those people deal with exclusion plays a very important rote in their biographies.

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