Die staatliche Förderung familiärer Gewalt an Kindern

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/181101
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1811019
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-122425
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1992
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Mit wachsendem Erkenntnisstand erweist sich immer deutlicher, daß sich Gewalt an Kindern nicht als Marginalität abtun läßt, vielmehr vor allem dem vermeintlichen Schonraum der Familie zuzuordnen ist. Dies erklärt sich daraus, daß zuerst das Kind als schwächstes Glied im Familienverband in Gefahr steht, als Objekt für die Regulation familiärer Beziehungsstörungen instrumentalisiert zu werden. Der Staat fördert dies, indem - vor allem angesichts des rechtlich verfaßten Status des Kindes - Familienschutz vor Kindesschutz geht. Das hat seinen Grund in der Staatsnützlichkeit familiärer Leistungen der Reproduktion und Anpassung des zuverlässigen Menschen. Am Problem der Kindesmißhandlung wird sich nur etwas ändern, wenn es gelingt, das Kind aus elterlicher Leibeigenschaft zu befreien.

Abstract:

With increasing knowledge it turns out more and more that violence against children cannot be dismissed as a marginality, but is especially assigned to the supposed sanctuary of family. This is explained by the fact that first of all the child as the weakest member of the family is in danger of being instrumentalized for settling family disfunctions. The state promotes this situation because - especially with respect to the legal status of the child - family protection has the priority to child protection. The reason for this is based on the function of the family for reproduction and conformity of a reliable person, which serves the interests of the state. The problem of child maltreatment can only be changed if we succeed in exempting the child from parental serfdom.

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