Skandalisierungsfallen : einige Anmerkungen dazu, welche Folgen es hat, wenn wir das Vokabular "der Gewalt" benutzen, um auf gesellschaftliche Probleme und Konflikte aufmerksam zu machen

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/181103
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1811031
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-122427
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1992
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Wer das Gewalt-Vokabular benutzt, um gesellschaftliche Konflikte und Probleme zu skandalisieren, der wird gehört, besonders gerne von den Massenmedien. Soziale Bewegungen, Professionen und Advokaten, die sich auf das Vokabular einlassen, um ihre moralische Empörung auszudrücken und Abhilfe einzuklagen, tappen auch in Skandalisierungsfallen: Am Beispiel „Gewalt in der Schule" wird gezeigt, wie die öffentliche Debatte Anlässe erhält, Ordnungsdiskurse zu führen. Konflikte und Probleme werden individualisiert. Im besten Fall erfolgt die moralische Selbstverpflichtung der Skandalisierer, die Welt durch eigene Anstrengung, durch „Moral" der Einzelnen, in Ordnung zu bringen. All das begünstigt Kontrolle (mit allen paradoxen Folgen) und verhindert Politik.

Abstract:

Social movements and professions using the "vocabulary of violence" to scandalize conflicts or problems will be heard. Toputan issue on public agenda thatway means also running into a trap. Especially mass media transform moral indignation. The example "violence in schools" shows some details about starting "moral panics" or "symbolic crusades". Not really expecting policies, an alteration of social structures, scandalizer depoliticize problems too, they form "violence" as a "social problem", that can be solved by one's own morality, each being exemplary "nonviolent".

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