"Gefährlichkeit" vor Gericht

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/181119
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1811194
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-122443
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1992
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Von psychiatrischen Gutachtern wird - sofern sie in einem Strafverfahren hinzugezogen werden - im allgemeinen erwartet, daß sie neben einer Stellungnahme zur Schuldfähigkeit der betreffenden Person auch Ausführungen über deren „Gefährlichkeit" abgeben. Der vorliegende Beitrag begibt sich aus einer ethnomethodologischen Perspektive auf die Suche nach den textlichen Formaten und rhetorischen Strukturen, mit deren Hilfe „Gefährlichkeit" im Strafverfahren operationalisiert wird. Die empirischen Befunde verdeutlichen, daß die Klassifizierung als „gefährlich" eher aus den pragmatischen Umständen der psychiatrischjuristischen Interaktion zu erklären ist, als aus individuell meßbaren Prediktoren auf seiten der untersuchten Person.

Abstract:

The objective of this article is the predicting of "dangerousness" in court decisions. At first, the professional psychiatric debate on the quality of forensic expertise is outlined. Then, sketching up the description of dangerousness in psychiatric expertise the practical accomplishment of prediction is examined. Within an ethnomethodological perspectice dangerousness is reinterpretated as a result of social interaction in court communication.

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