Inhaltszusammenfassung:
Die Sexualisierung der Körper als wesentlicher Baustein im Individualisierungsprozeß sollte ein Bestandteil kriminologischer Analyse sein, denn die Prozesse der Kriminalisierung sind so zweigeschlechtlich wie die Menschen, die sie produzieren und reproduzieren. Eine feministische Kritik an der Diskurs- und Machttheorie Foucaults bietet Ansatzpunkte, die diskursiven Praktiken der Geschichte im Hinblick auf die Konstruktion einer bestimmten Geschlechterkonstellation und -ausgestaltung zu analysieren. Dies ermöglichtes, die Prozesse der Normalisierung und Disziplinierung, die eine eindeutige Praxis Sexualität durchsetzen, sowie die Diskursivität aller Kategorien des Natürlichen/Normalen aufzudecken. Dabei wird es notwendig, die ideologische und praktische Konstruktion der „normalen Frau" ins Zentrum kriminologischer Analyse zu rücken.