Inhaltszusammenfassung:
Traditionelle Ansätze zur Frauenkriminalität zeichnen sich u.a. dadurch aus, daß sie keine gesellschaftliche Perspektive enthalten. Feministische Beiträge führen in die Analyse den Begriff „Patriarchat" ein, begreifen jedoch nach wie vor die „geringere Kriminalitätsbelastung" von Frauen als eine ontische Qualität. Erst eine Verbindung des strukturellen Gesichtspunkts „Patriarchat" mit dem in der Kriminologie entwickelten Reaktionsansatz ermöglicht die Einsicht, daß die seltenere Kriminalisierung von Frauen durch andere Kontrollorgane mehr als aufgewogen wird.