Inhaltszusammenfassung:
Eine Tagung über Fragen der Organisation von Curricula versprach zunächst nicht viel Aufregendes - zumindest für jemand wie mich, der außerhalb der Erfahrungen und von Freud und Leid der Lehre steht. Doch der Verlauf der Tagung widerlegte die anfängliche Skepsis. Die Tagung wurde, über den Aspekt der Lehre hinaus, zu einer Bestandsaufnahme der Situation kritischer Kriminologie; dies in Form einer Diskussion, die nicht, wie es in aller Regel geschieht, von theoretischen Überlegungen ausging, sondern von den praktischen Problemen mit und den Konflikten in der Lehre ausgehend auf theoretische Fragen „zurückschloß". Diese Herangehensweise hatte - retrospektiv betrachtet- den Vorteil, die Theoriebildung kritischer Kriminologie nicht abgehoben, sondern in ihren Bezügen zu Fragen der „Praxis" und der „Politik" diskutierbar zu machen.