Operative Versorgung von 3- bis 4-teiligen proximalen Humerusfrakturen im höheren Lebensalter. Ein retrospektiver Vergleich zwischen der operativen Versorgung durch Rekonstruktion mittels Plattenosteosynthese (PHILOS) versus primär inverser Schulterprothese

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/181844
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1818441
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-123166
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2028-06-01
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Knop, Christian (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2026-06-09
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Freie Schlagwörter: proximale Humerusfraktur
rTSA
inverse Prothese
PHILOS Platte
winkelstabile Plattenosteosynthese
ORIF
Mehrfragmentfraktur
Komplikationen nach ORIF
Konversion inverse Schulterprothese
ältere Patienten
Komplikationen nach ORIF
Komplikationen
primär inverse Schulterprothese
rTSA
reverse shoulder arthroplasty
PHILOS plate
locking plate fixation
elderly patients
four-part-fracture
three-part fracture
complications after locking plate fixation
complications
primary reverse shoulder arthroplasty
conversion to reverse shoulder arthroplasty
proximal humerus fracture
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

 
Dissertation ist gesperrt bis 1. Juni 2028 !
 
Hintergrund: Die operative Versorgung komplexer proximaler Humerusfrakturen im höheren Lebensalter wird weiterhin kontrovers diskutiert. Insbesondere bei Drei- und Vierfragmentfrakturen stehen sich die gelenkerhaltende Versorgung mittels winkelstabiler Plattenosteosynthese (PHILOS) und die primäre Versorgung mittels inverser Schulterprothese (rTSA) gegenüber. Ziel dieser Studie war der Vergleich beider Verfahren hinsichtlich funktioneller Ergebnisse, Komplikationen und Revisionsraten. Methoden: In dieser retrospektiven Vergleichsstudie wurden 40 Patienten ≥70 Jahre mit operativ versorgten Drei- oder Vierfragmentfrakturen des proximalen Humerus untersucht. 21 Patienten wurden mittels PHILOS-Plattenosteosynthese und 19 mittels primärer inverser Schulterprothese versorgt. Nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 34 Monaten erfolgte die Evaluation anhand des Constant-Murley-Scores, des Bewegungsumfangs sowie der Erfassung von Komplikationen und Revisionsoperationen. Ergebnisse: Zwischen der PHILOS- und der rTSA-Gruppe zeigten sich keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich des funktionellen Gesamtergebnisses. Die Komplikationsrate war in der PHILOS-Gruppe jedoch signifikant höher. Komplikationen traten ausschließlich nach PHILOS-Versorgung auf (38,1 %), während in der rTSA-Gruppe keine Komplikationen beobachtet wurden. Lediglich hinsichtlich der Außenrotation zeigte sich ein signifikanter Vorteil zugunsten der PHILOS-Gruppe. Schlussfolgerung: Beide Verfahren ermöglichen bei älteren Patienten mit komplexen proximalen Humerusfrakturen vergleichbare funktionelle Ergebnisse. Aufgrund der geringeren Komplikationsrate erscheint die primäre inverse Schulterprothese insbesondere bei komplexen Drei- und Vierfragmentfrakturen als vorteilhafte Behandlungsoption. Die Therapieentscheidung sollte individuell unter Berücksichtigung von Frakturmorphologie, Allgemeinzustand und patientenspezifischen Risikofaktoren erfolgen.
 

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