Gesicherte Unterbringung? : die Sichtweisen verantwortlich Beteiligter

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/182248
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1822481
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-123562
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1982
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Im Sommer 1981 schaffte die Hamburger Jugendbehörde die geschlossene Heimunterbringung ab. Seitdem bleiben alle Heime im Stadtstaat geöffnet. Diese Reform im Bereich der Jugendhilfe wirkt sich auf die Justiz aus. Den Jugendrichtern fehlt nunmehr die Möglichkeit, festgenommene Jugendliche der Jugendbehörde zur Einschließung zu übergeben. Die als „Menschen statt Mauern“ bezeichnete Reform führte zu großen Kontroversen zwischen den beteiligten Behörden und Senatoren (Ministern). Insbesondere wehrte sich die Polizei gegen die völlige Abschaffung einer gesicherten Unterbringung, unter anderem unter dem Aspekt der Kontrolle strafunmündiger Kinder. Der vorliegende Beitrag möchte die Auseinandersetzung in Ausschnitten dokumentieren und kommentieren. Der exemplarische Konflikt zwischen Jugendhilfe und Justiz/Polizei beleuchtet die strukturellen Widersprüche und Uneindeutigkeiten. Er erlaubt ferner einen Einblick in die wechselseitigen Perspektiven. Bewußtsein und Alltagstheorien der Beteiligten treten deutlicher hervor. Insofern wirkt der Streit um die Reform aufklärend und ermöglicht eine Analyse auf Theorieebene. Am Ende erkennt der Betrachter das Beispiel eines politischen Lehrstücks.

Abstract:

In summer 1981, the Hamburg Youth Welfare Services abolished secure provisions. Since then children and juveniles no longer can be locked up in educational establishments. This reform called ,,Menschen statt Mauern" (Personal Support instead of walls) caused a controversy between the authorities involved in the subject. The article presented intends to document and discuss parts of the conflict. As a typical problem in the field of youth welfare and police/law control it illustrates structural contradictions and vagueness of concepts. Fürther on the conflict permits to gain more knowledge concerning mutual (varying) perspectives on the subject. Consciousness and everyday knowledge (theories) of participants become clearer than usually. In that the controversy on the reform has a clarifying effect and enables to analyse on theoretical level. In the end spectators recognize an example of a „political didactic play“.

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