Jugendvollzug oder Jugendstrafvollzug

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/182249
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1822496
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-123563
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1982
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Der Beitrag basiert auf der Auswertung von ca. 70 Gruppengesprächen, die die Autoren mit inhaftierten männlichen Jugendlichen in bayerischen Jugendstrafanstalten geführt haben. Teil 1 beschreibt die wichtigsten Vollzugserfahrungen der Gefangenen. Dabei wird die Rolle der Vollzugsarbeit als Instrument der persönlichen und sozialen Entwertung des Gefangenen hervorgehoben. Es wird gezeigt, daß gerade dieser Bereich des Vollzugsalltags aus der pädagogischtherapeutischen Reformdiskussion regelmäßig ausgeblendet wird. Teil 2 befaßt sich mit der Situation der für Erziehung, Behandlung und Therapie zuständigen Berufe im Vollzug. Die vollzugsinterne Arbeitsteilung zwischen „verwahrenden“ und „behandelnden“ Funktionen, so belegen die Äußerungen der Gefangenen, wird von den Betroffenen weitgehend als bürokratische Farce erlebt.

Abstract:

It is argued that the Situation of imprisoned juvenile delinquents proves large parts of the present discussion on prison reform to be rather removed from prison reality. The research material discussed results from a project evaluating approximately 10 group discussions with prisoners over a period of more than two years. It is pointed out that the reform discussion shows a systematic lack in respect to the prisoner’s conditions of work and wage, which - on the short ränge - devaluate his work and - on the lang ränge - his capacity of labour. A second part of the article deals with the Situation of prison staff responsible for education, treatment and therapy. juvenile prisoners experience the Separation of custodial and therapeutical functions within thè staff-structure mainly as a bureaucratic feature.

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