Matching patients to settings: Welche ambulante Substitutionsbehandlung passt zu welchem Patienten?

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/182335
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1823354
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-123649
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-08-17
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Längle, Gerhard (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2026-08-07
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Freie Schlagwörter: Substitution
Suchtmedizin
Opiatabhängigkeit
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Die Substitutionsbehandlung (SB) von opioidabhängigen Patientinnen gehört zu den wirksamsten und am weitesten verbreiteten Therapieformen bei Opioidabhängigkeit. Während in der Europäischen Union im Jahr 2019 etwa 510 000 Patientinnen in SB-Programmen versorgt wurden, lag die Zahl der Substituierten in Deutschland im Jahr 2025 bei über 78 800. Historisch erfolgte die Versorgung primär über niedergelassene Haus und Fachärzte, doch strukturelle und sicherheitsbezogene Probleme haben in den letzten Jahren zu einer Abwanderung von Ärzt*innen aus der Substitutionsversorgung geführt und damit Versorgungsengpässe erzeugt. Prognosen gehen davon aus, dass das bevorstehende Ausscheiden einer großen Zahl substituierender Hausärzte in den nächsten fünf bis zehn Jahren zu einer massiven Unterversorgung führen wird. Gleichzeitig lässt sich eine Verschiebung von der rein hausärztlichen Versorgung hin zu spezialisierten Substitutionsambulanzen und Schwerpunktpraxen beobachten. In Deutschland lassen sich heute drei ambulante SBSettings unterscheiden: (1) Hausarztpraxen, (2) Schwerpunktpraxen für Suchtmedizin und (3) von Kliniken geleitete Substitutionsambulanzen. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Patientinnenklientel der drei Settings zu charakterisieren, deren psychosoziale Unterstützungsbedarfe zu ermitteln und daraus patientenorientierte Zuweisungsstrategien abzuleiten. Die Untersuchung basierte auf folgenden Hypothesen: Erstens sollte sich die Behandlung von SB-Patientinnen zwischen den Settings unterscheiden; zweitens sollten sich die Patient*innen Gruppen hinsichtlich demografischer Merkmale, Substitutionsmittel und Darreichungsform, Schweregrad der Suchterkrankung, somatischer Komorbiditäten sowie Qualität der somatischen Versorgung unterscheiden.

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