Die Schichtverteilung der (Eigentums-und Vermögens)kriminalität : eine Willkür der Instanzen?

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/183450
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1834507
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1975
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

Die Beobachtung, daß Angehörige der Unter- und Mittelschicht unterschiedlich sanktioniert werden, wird durch die vorliegende Untersuchung staatsanwaltschaftlicher Erledigungspolitik bestätigt: Von der Polizei über die Staatsanwaltschaft bis zum Gericht akkumulieren sich die besseren Chancen der Angehörigen der Mittelschicht, einer Sanktion zu entgehen. Freilich zeigt eine nähere Analyse der Daten, daß es kraft unterschiedlicher Zugangschancen schichttypische Delikte gibt, welche unterschiedlich nachweisbar und beweisbar sind; Kriterien des formellen wie informellen Entscheidungsprogramms wie Schaden und Vorstrafen erklären darüber hinaus Schichtunterschiede bzw. grenzen sie ein. Daher verlagert sich die Untersuchung schichtspezifischer Diskriminierungen im Strafprozeß weg von individuellen Einstellungen und hin zu den offiziellen Entscheidungsprogrammen (Gesetz, Rechtsprechung usw.).

Abstract:

Differential sanctioning of members of the lower and middle classes is confirmed by the present investigation of decisions made by district prosecutors: The higher probability that a member of the middle classes will escape sanctioning rises throughout the whole law-enforcement-process (police, district attorney, court). However, a closer analysis of the data shows that differences in opportunities to commit crimes give rise to class-typical crime-structures with different levels of visibility and possibilities of proof. Formal and informal criteria used by official decision-makers (e.g. amount of damage, previous court record) explain or at least diminish the observed dass discrimination. Thus, the study of dass discrimination in law enforcement shifts from individual attitudes to the nature of the official decision-making itself (law, jurisprudence, etc.).

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