Retrospektive Auswertung zur Gerinnungsaktivierung bei Kindern an der vvECMO und Untersuchung des Effekts von Tranexamsäure auf lebensbedrohliche Blutungen bei Kindern an der vvECMO

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/175346
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1753468
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-116671
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2026-02-09
Sprache: Deutsch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Nordmeyer, Johannes (Prof. Dr., PhD)
Tag der mündl. Prüfung: 2025-12-12
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Schlagworte: Extrakorporale Membranoxygenation , Koagulation , Pädiatrie , Intensivmedizin , ARDS , Fibrinolyse , Fibrinolysetherapie , Hautblutung , Verbrauchskoagulopathie
Freie Schlagwörter: Tranexamsäure
vvECMO
pädiatrische ECMO
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Nicht erst seit der SARS-Cov2-Pandemie nimmt die Zahl der jährlich implantierten vvECMO-Systeme stetig zu und so sind sie häufig die letzte Therapieoption bei schwerwiegenden Oxygenierungsstörungen. Damit einher gehen jedoch starke Scherkräfte, welche zu einem avWS führen können. Dadurch und durch die Heparinisierung an der vvECMO kann es zu starken Blutungen, aber auch thromboembolischen Ereignissen durch verstärkte Gerinnungsaktivierung kommen. Antifibrinolytika wie Tranexamsäure scheinen zum aktuellen Zeitpunkt der beste Therapieansatz, um diesen Komplikationen entgegenzuwirken. Aus diesem Grund analysierten wir, in einer retrospektiven Fall-Kontroll-Studie an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Tübingen, den Effekt von Tranexamsäure bei pädiatrischen Patienten an der vvECMO. Hierfür untersuchten wir alle pädiatrischen Patienten unter 18 Jahren, die im Zeitraum 2010-2019 für wenigstens 72 Stunden eine vvECMO-Therapie erhielten. 20 Patienten erfüllten diese Kriterien und wurden in eine Kontrollgruppe von sieben Patienten ohne Tranexamsäure und eine Interventionsgruppe von 13 Patienten mit Tranexamsäure an der vvECMO eingeteilt. Beide Gruppen wurden hinsichtlich ihrer demographischen Daten, der Gerinnungsaktivierung, der Haltbarkeit des vvECMO-Systems, des Blut- und74 Gerinnungsproduktebedarfs sowie Blutungen, Drainageblutverlust und thromboembolischer Ereignisse verglichen. Die Analyse der Daten ergab keinen signifikanten Unterschied der Laborparameter, der Haltbarkeit des vvECMO-Systems, des Drainageblutverlusts oder der Häufigkeit thromboembolischer Ereignisse und Blutungen. Ein signifikanter Unterschied konnte nur in der Transfusionsmenge des FXIII-Konzentrats festgestellt werden. Ein positiver Effekt der Tranexamsäure an der pädiatrischen vvECMO konnte nicht festgestellt werden.

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