Prävalenz und Risikofaktoren oraler HPV-Infektionen im Zeitraum bis 5 Jahre nach Transplantation bei Patienten der DZIF-Transplantationskohorte am Standort Tübingen

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dc.contributor.advisor Ganzenmüller, Tina (PD Dr.)
dc.contributor.author Fries, Nele Angela Sybille
dc.date.accessioned 2026-08-10T09:17:45Z
dc.date.available 2026-08-10T09:17:45Z
dc.date.issued 2028-07-08
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/182136
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1821361 de_DE
dc.description.abstract Die Dissertation ist gesperrt bis zum 08. Juli 2028 ! de_DE
dc.description.abstract 5 Zusammenfassung Ein vermehrter Anstieg an Kopf-Hals-Tumoren, insbesondere Plattenepithelkarzinome im Oropharynx wird mit dem Vorkommen einer oralen HPV-Infektion assoziiert. Vor allem immunsupprimierte Menschen, wie zum Beispiel Organtransplantatempfänger sind anfällig für Virusreaktivierungen oder protrahierte Virusinfektionen und es konnte auch ein erhöhtes Risiko für HPV- assoziierte Oropharynxkarzinome gezeigt werden. In der vorliegenden Studie wurden 1005 bukkale Abstriche von 259 Tx-Patienten der DZIF-Tx-Kohorte auf das Vorkommen von oraler HPV-DNA untersucht und deren klinische Daten bezüglich einer möglichen Assoziation als Risikofaktor untersucht. Die DZIF-Tx-Kohorte ist eine prospektive Studie, die an vier Orten in Deutschland longitudinale Daten und biologische Proben von Tx Patienten sammelt, um die Therapie von Tx-Patienten zu verbessern. Die bukkalen Abstriche wurden zum Zeitpunkt der BL, 6 Monate, 12 Monate und bis zu 5 Jahren nach Tx gesammelt und stammten von Nieren-, Leber-, Pankreas-, und hämatopoetischen Stammzell-Tx-Patienten. Zusätzlich konnten 65 bukkale Abstriche von Organspendern auf ihren HPV-Status überprüft werden. Die HPV-Prävalenz und Verteilung der HPV-Genotypen wurde durch eine HPV- spezifischen Line Probe Assay (LiPA) ermittelt, der sehr sensitiv HPV-DNA detektiert. Es wurden High- und Low-Risk-HPV-Typen des Genus alpha, sowie β- und γ-HPV gefunden. Für die HPV-positiven Abstriche ohne genaue Typ- Zuordnung wurde zusätzlich die Sanger Sequenzierung durchgeführt. Eine qPCR für das zelluläre Referenzgen PGK 1 wurde bei allen Abstrichen durchgeführt, um die Qualität (=Zellgehalt) der Proben zu evaluieren. HPV- negative Proben mit unzureichendem Zellgehalt wurden aus der weiteren Auswertung ausgeschlossen. Nach Ausschluss von Proben mit niedriger Abstrichqualität konnte bei 29 Patienten HPV-DNA nach Tx (ohne Baseline) detektiert werden und die Prävalenz (mindestens eine positive Probe) ergab 12,9%. 78 Die Punktprävalenzen, d.h. die Rate der bukkalen Abstriche mit positivem HPV- Status pro Zeitpunkt betrugen zum Zeitpunkt der BL 5,8%, nach 6 Monaten 5,4%, nach einem Jahr 6,7%, nach 2 Jahren 6%, nach 3 Jahren 3,4%, nach 4 Jahren 7,7% und nach 5 Jahren 5,1%. Ein drastischer Anstieg oraler HPV-Infektionen/-reaktivierungen in den ersten 5 Jahren nach Tx scheint trotz der andauernden immunsuppressiven Therapie nicht aufzutreten. Die Untersuchung der klinischen Daten der Tx-Patienten zeigte eine Tendenz für mehr orale HPV-Infektionen nach Tx bei männlichen Studienteilnehmern und Tx- Patienten im erhöhten Alter, während der Zusammenhang zwischen einer oralen HPV-Infektion und dem Organtyp und einer Abstoßungsreaktion statistisch nicht signifikant war. Mittels Logistischer Regression wurde eine Tendenz für vermehrtes Vorkommen von oraler HPV-DNA bei Leber-Tx-Patienten ermittelt. Bei den Tx-Patienten mit HR-HPV-Infektionen konnte keine signifikante Assoziation mit den Risikofaktoren gefunden werden. Zwei Leber-Tx-Patienten zeigten vermutlich eine persistente orale HPV-Infektion mit den HR-HPV-Typen-51 und-59. Zusammenfassend wurde keine stark erhöhte Prävalenz an oralen HPV- Infektionen in den ersten 5 Jahren nach Tx in der vorliegenden Studie festgestellt und auch die Persistenz dieser konnte nur selten beobachtet werden. Da eventuell der Effekt einer immunsuppressiven Therapie bezüglich oraler HPV- Infektionen bei Tx-Patienten erst nach vielen Jahren sichtbar wird, wäre es sinnvoll, die Untersuchung zu einem späteren Zeitpunkt zu erweitern. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podno de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en en
dc.title Prävalenz und Risikofaktoren oraler HPV-Infektionen im Zeitraum bis 5 Jahre nach Transplantation bei Patienten der DZIF-Transplantationskohorte am Standort Tübingen de_DE
dc.type PhDThesis de_DE
dcterms.dateAccepted 2025-05-07
utue.publikation.fachbereich Medizin de_DE
utue.publikation.fakultaet 4 Medizinische Fakultät de_DE
utue.publikation.noppn yes de_DE

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