| dc.contributor.advisor |
Randler, Christoph (Prof. Dr.) |
|
| dc.contributor.author |
Vanhöfen, Janina |
|
| dc.date.accessioned |
2026-07-13T11:08:16Z |
|
| dc.date.available |
2026-07-13T11:08:16Z |
|
| dc.date.issued |
2026-07-13 |
|
| dc.identifier.uri |
http://hdl.handle.net/10900/181446 |
|
| dc.identifier.uri |
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1814463 |
de_DE |
| dc.identifier.uri |
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-122768 |
|
| dc.description.abstract |
Ongoing urbanization and climate change threaten not only biodiversity but also human health, since being in nature is beneficial to human well-being - physically and mentally. However, the underlying mechanisms linking nature experiences and mental well-being are difficult to pinpoint. Many factors are theorized to play a role, which is why investigating the potential contribution of bird diversity to the mental well-being benefits of being in nature, is one of the key questions this dissertation aims to understand.
In the first part of this dissertation, human mental well-being was surveyed and connected to local bird diversity, habitat heterogeneity, and landscape features. Results showed that participants’ perception of bird diversity in the study areas was relatively accurate. Positive determinants of mental well-being included perceived naturalness and perceived bird diversity, whereas a highly visible human impact and infrastructure were associated with lower mental well-being, place attachment, and perception. The perceived naturalness of study areas was positively related to present bird diversity and negatively to the human impact. Individual traits, such as positive perception of birds, a high birding specialization, and bird species knowledge were connected to a positive nature experience.
For the second half of the dissertation, two experimental studies were designed. In a controlled, park-like environment, participants undertook an unguided 30-minute walk-through, with mental well-being and physiological stress parameters measured in a pre-post-test design. The treatment groups were designed to enhance the exposure to and/or awareness of birdsong. All groups experienced improved well-being and reduced physiological stress parameters. Increased awareness of participants' surroundings led to improved mental well-being, while additional birdsong did not. The group that was prompted visually to stop regularly on their walk and listen attentively reported the highest benefits, indicating a higher perceived restorativeness of ambient sound and birdsong compared to the group receiving a verbal cue instead. Furthermore, greater bird species knowledge and a positive nature experience led to better mental well-being, as did a positive perception of birds and higher estimated bird diversity.
Finally, bird species characteristics of brightness, visual attractivity, beauty of song, and cuteness were calculated into one value and connected to the mental well-being of recreationists. Species with a high amount of these characteristics lead to a positive effect of satisfaction and place attachment, while birds exhibiting a lower value may even have negative effects. This result could help in understanding why studies on mental well-being and bird diversity often report mixed results. The characteristics of the bird species present in the study areas could have a bigger effect than previously believed. Going forward, this information can help planners improve urban green spaces, not only by creating habitats for birds but also by considering how those same birds may in turn influence the mental well-being of humans. While careful interpretation and further large-scale studies are needed, the present results offer a promising starting point, showing that bird species traits are indeed related to human experience in recreational areas.
Building on these findings, practical implications emerge for designing recreational urban areas: enhancing perceived naturalness and positive nature experiences while reducing visible human impact together can promote human mental well-being. The results also highlight the potential of practical interventions like signage to enhance the nature awareness and mental well-being of recreationists, possibly even leading to more positive attitudes towards nature conservation. |
en |
| dc.description.abstract |
Die fortschreitende Urbanisierung und der Klimawandel bedrohen nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die menschliche Gesundheit, da sich ein Aufenthalt in der Natur positiv auf das körperliche und geistige Wohlbefinden auswirkt. Die zugrunde liegenden Mechanismen, die Naturerlebnisse und geistiges Wohlbefinden miteinander verbinden, sind allerdings schwer festzustellen. Es gibt viele Faktoren, von denen angenommen wird, dass sie eine Rolle spielen, was die Forschung in eine interessante Richtung führt: die Untersuchung des potenziellen Beitrags der Vogelvielfalt zum psychischen Wohlbefinden durch den Aufenthalt in der Natur. Dies ist eine der Hauptfragen dieser Arbeit.
Im ersten Teil dieser Dissertation wurde das psychische Wohlbefinden von Menschen an unterschiedlichen Orten untersucht und mit der lokalen Vogelvielfalt, der Heterogenität der Lebensräume und den vorhandenen Landschaftsmerkmalen in Verbindung gebracht. Die Ergebnisse zeigten, dass die Teilnehmenden die Vogelvielfalt in den Untersuchungsgebieten relativ genau einschätzen konnten. Determinanten des psychischen Wohlbefindens waren die wahrgenommene Natürlichkeit und Vogelvielfalt, während ein starker menschlicher Einfluss und viel Infrastruktur mit einem geringeren psychischen Wohlbefinden und einer geringeren Ortsverbundenheit verbunden waren. Die subjektiv empfundene Natürlichkeit der Gebiete stand in einem positiven Zusammenhang mit der vorhandenen Vogelvielfalt und in einem negativen Zusammenhang mit dem Einfluss des Menschen. Individuelle Merkmale wie eine positive Einstellung zu Vögeln, eine hohe Spezialisierung auf die Vogelbeobachtung und viel vorhandenes Wissen über Vogelarten standen ebenfalls in Zusammenhang mit einer positiven Naturerfahrung.
Für die zweite Hälfte der Dissertation wurden zwei experimentelle Studien konzipiert: In einer kontrollierten, parkähnlichen Umgebung unternahmen die Teilnehmenden allein einen 30-minütigen Spaziergang, wobei psychisches Wohlbefinden und physiologische Stressparameter in einem Vorher-Nachher-Test gemessen wurden. Die Behandlungsgruppen wurden so eingeteilt, dass das Vorhandensein von Vogelgesang und/oder das Bewusstsein für Vogelgesang verstärkt wurde. Alle Gruppen verzeichneten ein verbessertes Wohlbefinden und eine reduzierte physiologische Stressantwort. Ein gesteigertes Bewusstsein für die Umgebung der Teilnehmenden führte zu einem verbesserten psychischen Wohlbefinden, während zusätzlicher Vogelgesang dies nicht bewirkte. Die Gruppe, die visuell dazu aufgefordert wurde, regelmäßig anzuhalten und zu lauschen, schätzte den positiven Effekt am stärksten ein. Dies weist auf eine höhere wahrgenommene Erholungswirkung von Umgebungsgeräuschen und Vogelgesang hin. Darüber hinaus führten höheres ornithologisches Wissen und eine positive Naturerfahrung zu einem besseren psychischen Wohlbefinden, ebenso wie eine positive Wahrnehmung von Vögeln und eine höhere geschätzte Vogelvielfalt.
Zuletzt wurden die Merkmale der Vogelarten hinsichtlich Farbpracht, visueller Attraktivität, Schönheit des Gesangs und Niedlichkeit zu einem Wert zusammengefasst und mit dem psychischen Wohlbefinden der Teilnehmenden der ersten Studie in Verbindung gebracht. Vogelarten mit vielen dieser Merkmale führten zu einem positiven Effekt auf die Zufriedenheit und die Bindung an den Ort, während Vögel mit einem niedrigeren Wert dementsprechend sogar negative Auswirkungen haben könnten. Dieses Ergebnis könnte zur Klärung der Frage beitragen, warum Studien zum psychischen Wohlbefinden und zur Vogelvielfalt oft zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Die Eigenschaften der in den Untersuchungsgebieten vorkommenden Vogelarten könnten einen größeren Einfluss haben als bisher angenommen. Dies könnte planenden Personen helfen, städtische Grünflächen zu verbessern und nicht nur Lebensräume für Vögel zu schaffen, sondern auch zu verstehen, wie sich Vögel möglicherweise auf das psychische Wohlbefinden des Menschen auswirken. Die vorliegenden Ergebnisse müssen jedoch in weiteren Studien auf eine größere Skala übertragen und zusätzlich im kulturellen Kontext sorgfältig interpretiert werden. Dennoch sind die Ergebnisse ein vielversprechender Anfang, der zeigt, dass die Artenmerkmale von Vögeln tatsächlich mit der menschlichen Erfahrung in Erholungsgebieten zusammenhängen.
Die Erkenntnisse der vorliegenden Dissertation haben praktische Auswirkungen auf die Gestaltung städtischer Erholungsgebiete, da eine Steigerung der wahrgenommenen Natürlichkeit und positiver Naturerlebnisse bei gleichzeitiger Verringerung sichtbarer menschlicher Einflüsse das psychische Wohlbefinden der Menschen in diesen Gebieten fördern kann. Die Ergebnisse unterstreichen auch das Potenzial praktischer Maßnahmen wie Beschilderungen, um das Naturbewusstsein und das psychische Wohlbefinden von Erholungssuchenden zu verbessern, was möglicherweise zu einer positiveren Einstellung gegenüber dem Naturschutz führen kann. |
de_DE |
| dc.language.iso |
en |
de_DE |
| dc.publisher |
Universität Tübingen |
de_DE |
| dc.rights |
ubt-podno |
de_DE |
| dc.rights.uri |
http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de |
de_DE |
| dc.rights.uri |
http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en |
en |
| dc.subject.ddc |
570 |
de_DE |
| dc.subject.other |
Vogeldiversität |
de_DE |
| dc.subject.other |
Biodiversität |
de_DE |
| dc.subject.other |
Naturerleben |
de_DE |
| dc.subject.other |
Nature experience |
en |
| dc.subject.other |
Wohlbefinden |
de_DE |
| dc.subject.other |
Wellbeing |
en |
| dc.subject.other |
Bird Diversity |
en |
| dc.subject.other |
Biodiversity |
en |
| dc.title |
The relationship between birds and the human psychological experience of nature |
en |
| dc.type |
PhDThesis |
de_DE |
| dcterms.dateAccepted |
2026-06-22 |
|
| utue.publikation.fachbereich |
Biologie |
de_DE |
| utue.publikation.fakultaet |
7 Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät |
de_DE |
| utue.publikation.noppn |
yes |
de_DE |